An eine Fichte hatte es ein Mitarbeiter des Forstreviers treffend geschrieben: „Alles Käfer“. Bei einem Waldbegang mit Revierförster Roger Koch konnten sich die Mitglieder des Gemeinderates ein Bild von der Lage unseres Waldes machen, das uns alle erschüttert hat. Der Borkenkäfer hat die Fichtenbestände so befallen, dass nach den Worten von Roger Koch Ende kommenden Jahres kein Baum mehr stehen wird, der älter als 20 Jahre ist. Spätestens dann sind aber auch die jüngeren Bestände ebenso gefährdet. Der Klimawandel mit den langen Trockenperioden und den hohen Sommertemperaturen bietet dem Borkenkäfer ideale Bedingungen. Die Forstwirtschaft kann dem nur mit radikalem Abholzen begegnen, da die Bäume sich nicht mehr selbst helfen können. Danach muss den abgeholzten Flächen eine Zeit von 3 oder mehr Jahren gegönnt werden, um sich zu erholen. Erst dann ist an eine Wiederaufforstung – dann mit Laub- oder Mischwald – zu denken. Der wirtschaftliche Verlust für die Gemeinde und alle anderen Waldbesitzer ist hoch. Genauso schwer wiegt aber das Bild, das unser Wald als Erholungs- und Lebensraum für viele Jahre bieten wird.